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Sport

Champions League in Deutschland: Wer hat die Rechte – und wie hat sich das entwickelt?

Geprüft vom 4K German IPTV-Team · · So recherchieren und aktualisieren wir diesen Inhalt

3 Min. Lesezeit

Luftaufnahme eines hell beleuchteten Fußballstadions während eines Abendspiels.

Foto von ShotsBy Csongii auf Pexels

Kaum ein Wettbewerb hat in Deutschland in den vergangenen Jahren so häufig den Rechteinhaber gewechselt wie die Champions League. Wer vor einigen Jahren noch selbstverständlich zu Sky gegriffen hat, findet den Sender dort inzwischen nicht mehr. Dieser Ratgeber erklärt, wer die Rechte für die Saison 2026/27 hält, wie es zu dieser Aufteilung kam, und was für die Saison 2027/28 bereits angekündigt ist. Wie bei jedem Rechte-Ratgeber auf dieser Website gilt: IPTV ist dabei ausschließlich die Übertragungstechnik, nicht der Rechteinhaber – ein IPTV-Abo oder eine Player-App verschafft für sich genommen keinen Zugang zu DAZN- oder Amazon-Inhalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Saison 2026/27 zeigt DAZN 186 der 203 Champions-League-Spiele exklusiv live.
  • Amazon Prime Video überträgt zusätzlich 17 Dienstagsspitzenspiele.
  • Sky, in früheren Rechtezyklen ein zentraler Champions-League-Anbieter, hält aktuell keine regulären Live-Rechte mehr.
  • Das Finale ist zusätzlich kostenlos im Free-TV bei ZDF zu sehen.
  • Für die Saison 2027/28 ist ein weiterer Rechtewechsel angekündigt: Paramount+ übernimmt das Dienstagsspitzenspiel sowie weitere Partien, Amazon das Mittwochsspitzenspiel.

Wer zeigt die Champions League 2026/27?

Für die laufende Saison 2026/27 ist die Rechtelage eindeutig zwischen zwei Anbietern verteilt, mit einer kostenlosen Ausnahme für das Finale.

KategorieRechteinhaberUmfang
Großteil aller SpieleDAZN186 von 203 Spielen live, exklusiv
DienstagsspitzenspielAmazon Prime Video17 Spiele live
FinaleZDFkostenlos im Free-TV
Reguläre Live-RechteSkyaktuell keine

Wie es zu dieser Aufteilung kam

Champions-League-Rechte werden in Deutschland in mehrjährigen Zyklen neu ausgeschrieben, und die Gewinner dieser Ausschreibungen haben sich in den letzten Rechtezyklen wiederholt verschoben. In früheren Zyklen war Sky ein zentraler Rechteinhaber der Champions League; DAZN kam als zweiter großer Anbieter hinzu und hat seinen Anteil seither ausgebaut. Für die aktuelle Periode ist Sky nicht mehr Teil der Verteilung – ein Beispiel dafür, wie stark sich europäische Fußball-Übertragungsrechte in Deutschland innerhalb weniger Jahre neu sortieren können.

Amazon Prime Video ist bei diesem Zyklus als zusätzlicher Anbieter für das Dienstagsspitzenspiel eingestiegen – ein Muster, das sich auch bei anderen Wettbewerben zeigt: Statt eines einzelnen Rechteinhabers für einen gesamten Wettbewerb teilen sich zunehmend mehrere Anbieter unterschiedliche Zeitfenster oder Partien.

Was sich ab der Saison 2027/28 ändert

Die aktuelle Aufteilung ist ausdrücklich eine Übergangslösung für die Saison 2026/27. Nach aktueller Berichterstattung übernimmt ab 2027/28 Paramount+ das Dienstagsspitzenspiel sowie weitere Dienstags- und Mittwochspartien, während Amazon dann das Mittwochsspitzenspiel zeigt. Das bedeutet: Wer diesen Ratgeber außerhalb der Saison 2026/27 liest, sollte die dann aktuelle Aufteilung vor dem Saisonstart neu prüfen, statt sich auf die hier beschriebene Lage zu verlassen.

Hinweis

Rechtestand: August 2026

Diese Aufteilung gilt für die Saison 2026/27. Für 2027/28 ist bereits ein weiterer Rechtewechsel angekündigt – Paramount+ und Amazon in neuer Aufteilung.

IPTV ist die Übertragungstechnik, nicht der Rechteinhaber

Wie bei der Bundesliga gilt auch hier: IPTV beschreibt lediglich den Übertragungsweg über eine Internetverbindung, nicht die Senderechte selbst. DAZN und Amazon Prime Video übertragen technisch bereits auf diese Weise. Ein IPTV-Abo oder eine IPTV-Player-App verschafft für sich genommen keinen automatischen, legalen Zugang zu DAZN- oder Prime-Video-Inhalten – das hängt von der jeweiligen Lizenzvereinbarung des Dienstes ab.

Rechteinhaber vs. Übertragungstechnik
DAZN, Amazon Prime Video und ZDF sind Rechteinhaber bzw. Plattformen, die entscheiden dürfen, welche Champions-League-Inhalte sie zeigen. IPTV beschreibt nur, wie ein Signal technisch überträgt wird – über eine Internetverbindung statt Kabel oder Satellit. Beide Konzepte sind unabhängig voneinander.

Häufige Fehler

  • Annehmen, die aktuelle Rechtelage gelte dauerhaft. Champions-League-Rechte in Deutschland haben sich in den letzten Zyklen wiederholt verschoben – für 2027/28 ist bereits ein weiterer Wechsel angekündigt.

  • Sky weiterhin als Champions-League-Anbieter erwarten. Sky hält für die Saison 2026/27 keine regulären Live-Rechte mehr an der Champions League.

Häufig gestellte Fragen

Fazit

Die Champions-League-Rechtelage in Deutschland zeigt exemplarisch, wie schnell sich Sportübertragungsrechte hierzulande verschieben können: DAZN und Amazon Prime Video teilen sich aktuell die Spiele, während Sky – über Jahre ein zentraler Anbieter – aktuell außen vor ist. Wer die Champions League verfolgen möchte, sollte die hier genannte Aufteilung vor jeder neuen Saison neu prüfen, statt sich auf einen einmal bekannten Stand zu verlassen. Mehr zur allgemeinen Entwicklung der Sportrechte-Landschaft in Deutschland liefert der Ratgeber zur Fragmentierung der Sport-Streaming-Rechte.

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