APK
Eine APK-Datei ist das Installationsformat für Apps auf Android-basierten Geräten (einschließlich Fire OS und Android TV) — vergleichbar mit einer .exe-Datei unter Windows. APKs sollten ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem offiziellen App-Store oder der offiziellen Website des Entwicklers installiert werden.
Auflösung
Die Auflösung beschreibt die Anzahl der Bildpunkte, aus denen ein Videobild besteht, üblicherweise angegeben als Breite × Höhe (z. B. 1920×1080 für Full HD oder 3840×2160 für 4K). Je höher die Auflösung, desto detailreicher das Bild — und desto mehr Bandbreite wird bei gleichem Codec benötigt.
AV1
AV1 ist ein neuerer, lizenzkostenfreier Video-Codec mit noch höherer Kompressionseffizienz als H.265. Die Unterstützung auf älteren Streaming-Geräten ist uneinheitlich, da AV1-Dekodierung mehr Rechenleistung bzw. dedizierte Hardware voraussetzt.
Bildrate (Frame Rate)
Die Bildrate (Frame Rate) gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde angezeigt werden, meist in fps (frames per second). Übliche Werte sind 25, 30, 50 oder 60 fps — eine höhere Bildrate wirkt besonders bei schnellen Bewegungen, etwa im Sport, spürbar flüssiger.
Bitrate
Die Bitrate gibt an, wie viele Daten pro Sekunde für einen Videostream übertragen werden, meist in Mbit/s. Eine höhere Bitrate bedeutet in der Regel eine bessere Bildqualität, erfordert aber auch mehr verfügbare Internetgeschwindigkeit, um flüssig ohne Puffern abzuspielen.
Buffering (Puffern)
Buffering (Puffern) bezeichnet die kurze Ladepause, in der eine Player-App Videodaten im Voraus zwischenspeichert, bevor die Wiedergabe fortgesetzt wird — meist ein Zeichen dafür, dass die Internetverbindung dem Datenstrom kurzzeitig nicht schnell genug folgen kann.
Catch-up-TV
Catch-up-TV bezeichnet die Möglichkeit, eine bereits ausgestrahlte Sendung nachträglich anzusehen, meist innerhalb eines begrenzten Zeitraums nach der Erstausstrahlung. Ob und wie lange Catch-up-Inhalte verfügbar sind, legt der jeweilige Sender bzw. Anbieter fest, nicht die Player-App.
CDN (Content Delivery Network)
Ein CDN (Content Delivery Network) ist ein Netzwerk verteilter Server, das Daten näher am Standort des Nutzers bereitstellt, um Ladezeiten zu verkürzen und Serverlast zu verteilen. Viele Streaming-Dienste liefern ihre Datenströme über ein CDN aus.
Codec
Ein Codec ist ein Verfahren, mit dem Video- und Audiodaten komprimiert und wieder dekomprimiert werden, damit sie sich effizient über das Internet übertragen lassen. Gängige Video-Codecs sind H.264, H.265 (HEVC) und AV1 — welcher Codec verwendet wird, beeinflusst Dateigröße und benötigte Bandbreite bei gleicher Bildqualität.
DASH (MPEG-DASH)
DASH (Dynamic Adaptive Streaming over HTTP) ist ein herstellerunabhängiges Streaming-Protokoll, das denselben Grundgedanken wie HLS verfolgt — adaptive Bitrate über HTTP —, aber nicht an ein bestimmtes Unternehmen gebunden ist.
DNS
DNS (Domain Name System) übersetzt lesbare Adressen (wie einen Servernamen) in die numerischen IP-Adressen, die Geräte tatsächlich zur Verbindung nutzen — vergleichbar mit einem Telefonbuch. DNS-Probleme können dazu führen, dass eine App einen Server scheinbar nicht erreicht, obwohl die Internetverbindung selbst funktioniert.
Dolby Vision
Dolby Vision ist ein proprietäres HDR-Format von Dolby, das gegenüber offenen HDR-Standards zusätzlich dynamische, szenengenaue Bildmetadaten überträgt. Unterstützung setzt sowohl kompatible Inhalte als auch ein Dolby-Vision-fähiges Wiedergabegerät voraus.
EPG (Electronic Program Guide)
EPG steht für Electronic Program Guide, auf Deutsch elektronischer Programmführer — die Programmübersicht in einer IPTV-Player-App, die anzeigt, was gerade läuft und was als Nächstes kommt, ähnlich wie bei einem klassischen Kabel- oder Sat-Receiver. Ein EPG lädt in der Regel automatisch, sobald die Playlist erfolgreich in der Player-App eingerichtet ist.
H.264
H.264 (auch AVC genannt) ist ein weit verbreiteter Video-Codec, der auf praktisch jedem Gerät unterstützt wird. Er ist weniger effizient als neuere Codecs wie H.265, benötigt bei gleicher Bildqualität also mehr Bandbreite.
H.265 / HEVC
H.265, auch HEVC genannt, ist ein Video-Codec, der gegenüber H.264 bei gleicher Bildqualität deutlich weniger Bandbreite benötigt — besonders relevant für 4K-Inhalte. Nicht jedes ältere Gerät unterstützt H.265 vollständig in Hardware.
HDR (High Dynamic Range)
HDR (High Dynamic Range) erweitert den Kontrast- und Farbumfang eines Bildes gegenüber klassischem SDR-Video, sodass helle und dunkle Bildbereiche gleichzeitig mehr Details zeigen. HDR-Wiedergabe setzt voraus, dass sowohl der Inhalt als auch das Wiedergabegerät HDR unterstützen.
HLS (HTTP Live Streaming)
HLS (HTTP Live Streaming) ist ein von Apple entwickeltes Streaming-Protokoll, das einen Videostream in kleine Segmente zerlegt und über gewöhnliches HTTP ausliefert. HLS passt die Bildqualität automatisch an die verfügbare Bandbreite an (adaptive Bitrate).
Jitter
Jitter beschreibt Schwankungen in der Latenz — also wie unregelmäßig Datenpakete ankommen, statt gleichmäßig im selben Abstand. Hoher Jitter kann Ruckeln oder zusätzliches Puffern verursachen, selbst wenn die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit ausreichend wäre.
Latenz
Latenz ist die Zeitverzögerung zwischen einem gesendeten und einem empfangenen Datenpaket, meist in Millisekunden gemessen. Bei Live-TV über IPTV führt eine gewisse Latenz dazu, dass ein Ereignis etwas später ankommt als bei klassischem Antennen- oder Sat-Empfang.
M3U-Datei
Eine M3U-Datei ist eine einfache Playlist-URL, die einer IPTV-Player-App mitteilt, welche Sender verfügbar sind und wie sie technisch erreicht werden. Sie geben diesen einen Link einmalig in der Player-App ein, statt sich mit klassischem Benutzername und Passwort anzumelden.
MPEG-TS
MPEG-TS (Transport Stream) ist ein Containerformat, das Video- und Audiodaten sowie zusätzliche Steuerinformationen für die Übertragung bündelt. Viele klassische IPTV-Datenströme werden in diesem Format ausgeliefert.
Multicast
Multicast ist eine Übertragungsart, bei der ein Datenstrom gleichzeitig an mehrere Empfänger im selben Netzwerk gesendet wird, statt für jeden Empfänger eine eigene Verbindung aufzubauen. Klassisches IPTV bei Telekommunikationsanbietern nutzt häufig Multicast im eigenen Netz; öffentliches Internet-Streaming läuft in der Regel über Unicast.
Paketverlust
Paketverlust bedeutet, dass ein Teil der über das Internet gesendeten Datenpakete nicht oder beschädigt beim Empfänger ankommt. Bei Videostreams kann das zu kurzen Bildstörungen, Rucklern oder Aussetzern führen.
Playlist
Eine Playlist ist im IPTV-Kontext die Liste der verfügbaren Sender bzw. Inhalte, die eine Player-App von einem Anbieter lädt — technisch meist über eine M3U-Datei-URL oder Xtream-Codes-Zugangsdaten bereitgestellt.
PPV (Pay-per-View)
PPV steht für Pay-per-View — ein einzelnes Ereignis (z. B. ein Boxkampf oder ein Sport-Event), das separat bezahlt und freigeschaltet wird, statt Teil eines regulären Abo-Programms zu sein. PPV-Modelle sind ein Vertriebs- und Abrechnungsmodell, keine eigene Übertragungstechnik.
Sideloading
Sideloading bezeichnet die Installation einer App außerhalb des offiziellen App-Stores eines Geräts, etwa über ein Tool wie Downloader auf Fire-TV-Geräten. Sideloading ist auf manchen Plattformen ein vom Hersteller ausdrücklich erlaubter, normaler Vorgang — auf anderen (z. B. iOS) technisch nicht vorgesehen.
Timeshift
Timeshift erlaubt es, ein laufendes Live-Programm anzuhalten, zurückzuspulen oder zeitversetzt weiterzuschauen — ähnlich einer Aufnahmefunktion, nur ohne dauerhafte Speicherung. Ob eine Player-App Timeshift unterstützt, hängt von der App und dem Datenstrom des Anbieters ab.
Unicast
Unicast ist eine Übertragungsart, bei der für jeden einzelnen Zuschauer eine eigene, separate Datenverbindung zum Server aufgebaut wird. Die meisten IPTV-Player-Apps empfangen ihren Datenstrom über Unicast, unabhängig davon, wie viele andere Personen gleichzeitig denselben Sender schauen.
VOD (Video on Demand)
VOD steht für Video on Demand — Inhalte, die Sie jederzeit auf Abruf starten, im Gegensatz zu einem linearen Sender mit fester Sendezeit. IPTV kann sowohl lineares Live-Fernsehen als auch VOD-Inhalte übertragen, technisch über dieselbe Internetverbindung.
VPN
Ein VPN (Virtual Private Network) leitet die Internetverbindung eines Geräts verschlüsselt über einen zwischengeschalteten Server, wodurch die eigene IP-Adresse verborgen wird. Ein VPN kann bei manchen IPTV-Setups zu spürbar höherer Latenz oder geringerer Geschwindigkeit führen, muss es aber nicht.
XMLTV
XMLTV ist ein Datenformat, in dem Programmdaten für ein EPG gespeichert und übertragen werden — vergleichbar mit einer Tabelle, die festhält, welche Sendung auf welchem Sender zu welcher Uhrzeit läuft. Eine Player-App liest diese Daten ein und stellt sie als Programmführer dar.
Xtream Codes
Xtream Codes ist ein Anmeldeformat für IPTV-Player-Apps, das aus drei getrennten Angaben besteht: Server-Adresse, Benutzername und Passwort. Im Unterschied zur M3U-Datei-URL geben Sie hier drei einzelne Felder ein, statt einen einzelnen Link zu hinterlegen. Beide Formate liefern am Ende dieselbe Art von Senderliste — welches Format Sie nutzen, gibt Ihr Anbieter vor.
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